Schönheitsklinik 2.0 - Darmstadt & Frankfurt
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Patienteninformation Bauchdeckenplastik

Liebe Patientin, lieber Patient,

die nachfolgenden Informationen sollen Ihnen als Leitfaden für die Zeit nach Ihrer Bauchdeckenplastik dienen. 
Sollten Sie trotzdem noch Fragen/Anliegen haben, können Sie sich jederzeit mit unseren Customer Care Consultants in Verbindung (+49 6151 274 92 51) setzen.

Verhalten in den ersten Wochen nach der Operation

Eine Bauchdeckenplastik ist ein großer operativer Eingriff, geben Sie Ihrem Körper Zeit und Ruhe, um sich entsprechend zu erholen. Die ersten 3 Wochen sollten Sie zur Entlastung der Narbe vorwiegend auf dem Rücken liegen und eine sogenannte Stufenbettlagerung einnehmen. Siehe Abb. unten. Dafür legen Sie am besten eine zusätzliche zusammengerollte Decke unter die Knie und ein zusätzliches Kissen unter den Rücken. Beim Gehen sollten Sie ebenfalls darauf achten, die ersten Tage den Oberkörper etwas vornüber zu beugen und nicht gerade aufrecht zu laufen. Legen Sie sich bitte nicht den ganzen Tag ins Bett oder auf die Couch. Stehen Sie immer wieder auf und laufen Sie ein paar Schritte. Wichtig: beim Sitzen gerader Rücken und Bauch nicht einrollen sondern gerade halten. Grundsätzlich gilt: Versuchen Sie eine gesunde Balance zwischen Bewegung und Ausruhen zu finden. Langes Gehen oder Stehen am Stück sollte vermieden werden. Lieber immer wieder aufstehen, etwas laufen, dann wieder ruhen. Bitte applizieren Sie 1x/Tag die Thrombosespritze (bitte nicht im operierten Areal anwenden), bis die mitgegebene Menge an Thrombosespritzen aufgebraucht ist.

Warnzeichen für Thrombose oder Lungenembolie

Sollten Sie eine einseitige schmerzhafte Schwellung am Bein oder Luftnot in Ruhe entwickeln, lassen Sie bitte unverzüglich in einer heimatortnahen Notaufnahme eine Beinvenenthrombose oder Lungenarterienembolie ausschließen.

Kompressionskleidung, körperliche Belastung und Sportpause

Die Kompressionskleidung muss konsequent 24h/Tag für insgesamt mind. 4-6 Wochen getragen werden. Sport sowie das Heben Schwerer Lasten (> 5kg) ist für mindestens 8 Wochen untersagt. Wenn bei Ihrer Operation zusätzlich noch eine Korrektur der Rektusdiastase (Auseinanderweicher der geraden Bauchmuskulatur) erfolgt ist, verlängert sich die Zeit auf mind. 12 Wochen.

Duschen und Umgang mit der Kompressionskleidung

Duschen ist immer erst nach ärztlicher Rücksprache und in Abhängigkeit von Ihrer Wundsituation erlaubt. Wenn Sie duschen dürfen, dann duschen Sie bitte MIT Duschpflaster. Natürlich müssen Sie die Kompressionskleidung zum Duschen ausziehen, im Anschluss sollten Sie diese bitte sofort wieder anziehen. Wenn Sie ein zweites Paar Kompressionskleidung wünschen, setzen Sie sich bitte mit unseren Customer Care Consultants in Verbindung. Wenn Sie das Gefühl haben, die Kompressionskleidung sitzt zu fest oder zu locker, setzen Sie sich bitte auch mit unseren Customer Care Consultants in Verbindung. Nach ärztlicher Rücksprache kann manchmal der Umstieg auf eine kleinere oder größere Konfektionsgröße notwendig sein.

Nachkontrollen und Ansprechpartner bei Fragen

Kontrolluntersuchungen finden in der Regel 1, 2, 3 und 8 Wochen nach der OP statt. Natürlich ist es Ihnen möglich, sich auch zwischen diesen Terminen bei Fragen oder Unsicherheit vor Ort vorzustellen. Hierfür nehmen Sie dann bitte wieder Kontakt mit unseren Customer Care Cosultants auf. Diese/r wird dann gemeinsam mit Ihnen einen passenden Termin finden.

Schwellung, Blutergüsse und Schmerzen nach der OP

Sie müssen damit rechnen, dass sowohl die Schwellung sowie die Hämatome als auch die Schmerzen erst mit ein paar Tagen Verzögerung eintreten. Bitte nehmen Sie in der ersten Woche die Schmerzmittel konsequent ein. Es ist normal, dass die Schwellung mehrere Wochen anhalten kann. In der Regel setzt ab der 3. Woche nach OP der Abschwellvorgang ein und die Schwellung sollte sukzessive zurückgehen. Auch tastbare Verhärtungen im Unterhautfettgewebe sind normal und können mehrere Monate bestehen bleiben.

Unterstützende Maßnahmen zur Abschwellung und gegen Hämatome

Sollte sich eine ausgeprägte Schwellneigung entwickeln, können Sie sich in der Apotheke pflanzliche Mittel wie Bromelain (Wobenzym) oder Traumeel in Tablettenform holen. Diese Mittel können den Abschwellvorgang unterstützend beschleunigen. Arnika als Globuli zum Einnehmen oder als Salbe helfen auch bei der Behandlung der Hämatome.

Hinweis zur Einnahme von Bromelain

Achtung: Bromelain sollte nicht bei Allergien gegenüber Ananas, Kiwi, Melone oder Papaya eingenommen werden.

Dauer von Restschwellungen und Verhärtungen

Grundsätzlich können (Rest-)Schwellungen und Verhärtungen bis zu 12 Monate nach OP anhalten.

Narbenpflege, Hautgefühl und Sonnenschutz

Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich die Haut in den ersten Monaten bei Berührung „pelzig“ bzw. „fremd“ anfühlt. Die kleinen Hautnerven werden sich im Verlauf erholen. Führen Sie bitte in den ersten 12 Wochen nach Fadenzug eine konsequente Narbenpflege und -massage mit z.B. Bepanthen-Salbe durch, dadurch bleibt die Narbe weich und blasst schneller ab.
Achten Sie im ersten Jahr nach Ihrer OP auf einen adäquaten Sonnenschutz  im Narbenbereich (Sonnencreme mit LSF 50+). Dadurch vermeiden Sie eine zu starke Narbenpigmentierung.

Korrekte Narbenpflege nach operativen Eingriffen

Die Bildung von Narben nach Verletzungen oder Operationen lässt sich nicht immer vermeiden; auch in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie können – besonders bei größerer Schnittführung – mehr oder weniger auffällige Narben auf der Haut zurückbleiben. Dabei verläuft die Narbenbildung von Patient:in zu Patient:in unterschiedlich. Doch auch hier ist es möglich, mithilfe der richtigen Narbenpflege deren späteres Erscheinungsbild zu begünstigen.

Bei der Narbenbildung nach einer Operation handelt es sich um eine natürliche Reaktion des Körpers zur Abwehr von Krankheitserregern. Die Narbenheilung stellt einen oftmals langwierigen Prozess dar, der je nach Ausmaß der Narben durch ein teils sehr auffälliges Erscheinungsbild für zahlreiche Patientinnen und Patienten zur emotionalen Belastung werden kann. Mit der korrekten Narbenpflege lässt sich der Heilprozess positiv beeinflussen.

Wie ist der Ablauf einer Narbenbildung nach OP?

Die Bildung einer Narbe nach einem chirurgischen Eingriff entsteht durch die OP-Wunde und somit durch die Verletzung, welche bis in die tieferen Hautschichten reicht. Die Narbenentstehung erfolgt nach der Entzündungs- und Reparaturphase und stellt einen Teilprozess der Wundheilung dar.

Die Entzündungsphase dient dem Ausspülen von Fremdkörpern mittels Blutung aus der Wunde. Anschließend kommt es zur Blutgerinnung und zum Verschluss der Wunde durch Schorfbildung. Während der Reparaturphase werden neue Hautzellen gebildet und die Wunde wird verschlossen. Folglich entsteht eine Narbe.

Mit täglicher Pflege zur optimalen Ausheilung

Es kann bis zu zwei Jahre dauern, bis der Prozess der Narbenheilung abgeschlossen ist. Dabei verläuft die Narbenbildung von Patient:in zu Patient:in unterschiedlich. Mithilfe der richtigen Narbenpflege ist es möglich, das spätere Erscheinungsbild der Haut zu begünstigen und somit zu einer optimalen Narbenheilung beizutragen.

Durch die tägliche Narbenpflege können Sie dafür sorgen, dass sich die Narbe kaum noch von der umliegenden Hautfarbe abhebt. Ebenso kann der Heilungsprozess deutlich beschleunigt werden. Grundsätzlich gilt jedoch nach erfolgter Operation zunächst: Gehen Sie es gelassen an und gönnen der noch frischen Wundnaht möglichst viel Ruhe.

Erst nach ausdrücklicher Anweisung des Chirurgen bzw. der Chirurgin sollte mit der ersten Pflege begonnen werden. Bei konsequenter Pflege kann auf diese Weise der Bildung von auffälligen und verhärteten Narben im Laufe der folgenden Wochen und Monate optimal vorgebeugt werden.

Welche Wirkstoffe eignen sich zur Narbenpflege?

Zu den gängigen Wirkstoffen, die sich für die Narbenpflege eignen, zählen:

  • Allantoin zur Linderung von Reizungen und zur Entzündungshemmung,
  • Campher zur Verbesserung der Durchblutung und zur Desinfektion,
  • Dexpanthenol zur Anregung der Zellerneuerung,
  • Heparin zur Entzündungshemmung und Durchblutungsförderung
  • Harnstoff zur Feuchtigkeitsversorgung und
  • Silikon zur Hemmung übermäßiger Kollagenbildung.
No-Go’s nach der OP – vermeiden Sie unschöne Narbenbildung

Ein häufiger Fehler, den Patient:innen begehen, ist, sich nach dem Eingriff zu früh wieder körperlich zu beanspruchen. Selbst wenn sich die Wunde bereits geschlossen hat, ist die frische Narbe noch anfällig – starke Bewegung, zum Beispiel Sport oder Druck auf den operierten Bereich, können zur Dehnung oder schlimmstenfalls zu einem Aufbrechen der Narbe führen. Daher ist in den ersten Wochen unbedingt auf übermäßige Bewegung und das Heben schwerer Lasten zu verzichten.

Aber auch Sonnenlicht hat einen negativen Einfluss auf das Narbengewebe. Um eine dunkle Verfärbung zu verhindern, sollte bis zu einem Jahr nach dem Eingriff starke UV-Strahlung gemieden werden. Empfehlenswert ist zudem die Verwendung von Sonnenschutz mit LSF 50 oder mehr.

Des Weiteren ist es sinnvoll, die Kollagenbildung zu unterstützen. Dies gelingt mit einer ausreichenden Vitamin-E-Versorgung, genügend Flüssigkeit und viel Eiweiß auf dem Speiseplan. Auf Alkohol und Nikotin verzichten Sie bestenfalls, denn durch den Konsum wird der Haut Feuchtigkeit entzogen. Die Regeneration verläuft langsamer und es wird wahrscheinlicher, dass es zu ausgeprägten Narben kommt.

Das Risiko für Komplikationen und unschöne Narbenbildung besteht auch bei sorgfältiger Pflege, ist jedoch deutlich vermindert. Selbstverständlich beraten wir Sie ausführlich zur korrekten Narbenpflege und bereiten Sie gern sorgfältig auf die Nachbehandlung vor.

OP-Narben richtig behandeln – Tipps zur Narbenpflege

Bei der Pflege von OP-Narben ist das richtige Vorgehen besonders wichtig, um die Narbenheilung nach der OP positiv zu beeinflussen. Es gilt somit, entsprechende Produkte und Behandlungen richtig anzuwenden.

Grundsätzlich gilt: Wundheilsalben sollten zuerst aufgetragen werden. Diese halten die Haut geschmeidig. Mit der Behandlung mit speziellen Narbenpflegemitteln sollten Sie erst nach einer Woche beginnen. Diese sind zweimal am Tag aufzutragen. Insgesamt empfiehlt sich eine Behandlungsdauer von 3 bis 6 Monaten.

Kompressionsverbände

Das Anlegen von Kompressionsverbänden kann sich insbesondere während der ersten Zeit nach der OP günstig auf den Heilungsverlauf auswirken. Durch den therapeutischen Druck, der auf den Narbenbereich ausgeübt wird, lässt sich ein übermäßiger Bindegewebsumbau verhindern. Das Narbengewebe wird blasser und weicher und die Dicke der Narbe verringert sich.

Salben und Cremes gegen Narben

Als besonders hilfreich erweist sich die tägliche Behandlung der Narbe mit fetthaltigen Cremes oder auch parfümfreie Körperlotionen. In der Apotheke erhalten Sie darüber hinaus auch spezielle Narbensalben.

Silikongele

Ebenso empfehlenswert sind silikonhaltige Gele. Sie verhindern das Austrocknen der Narbe und somit auch Spannungsgefühle, Rötungen bis hin zu Wucherungen. Durch den Silikonanteil in solchen Gels wird die Haut mit einem Schutzgel versehen. Entzündungen hingegen kann vorgebeugt werden.

Narbendruckmassage

Auch die sogenannte Narbendruckmassage hat nachweislich einen positiven Effekt auf die Narbenbildung. Hier gilt es jedoch, bei noch frischer Narbe keinen zu hohen Druck auszuüben und die Narbenmassage ebenfalls erst nach ausdrücklicher ärztlicher Anweisung zu beginnen.

Ist bei Ihnen eine Narbe bereits stark ausgeprägt, die Sie als störend empfinden? Wir können Sie gerne zu effektiven Narbenbehandlungen beraten. Kommen Sie auf uns zu.