Patienteninformation BullHornLift
Liebe Patientin, lieber Patient,
die nachfolgenden Informationen sollen Ihnen als Leitfaden für die Zeit nach Ihrem Bullhorn Lift dienen. Sollten Sie trotzdem noch Fragen/Anliegen haben, können Sie sich jederzeit mit unseren Customer Care Consultants in Verbindung (+49 6151 274 92 51) setzen. Das Bullhorn Lift ist ein operativer Eingriff, der eine präzise Nachsorge erfordert, um optimale Ergebnisse zu erzielen und die Heilung zu fördern.
Wir wünschen Ihnen eine gute Genesung.
Ihr aegz. Team
Nach der Operation
Körperhaltung: Schlafen Sie in den ersten Tagen vorzugsweise auf dem Rücken mit leicht erhöhtem Oberkörper, um Schwellungen zu reduzieren.
Bewegung:
- Vermeiden Sie übermäßige körperliche Anstrengung in den ersten 1–2 Wochen.
- Leichte Spaziergänge können die Durchblutung fördern, jedoch sollten intensive Gesichtsbewegungen wie starkes Lächeln oder Lachen in den ersten Tagen minimiert werden.
Mund- und Lippenpflege
- Vermeiden Sie in den ersten Tagen nach der Operation, die Oberlippe zu stark zu bewegen (z. B. durch Sprechen, Lachen oder Kauen harter Speisen).
- Halten Sie die Wundregion sauber und trocken. Reinigen Sie die Naht vorsichtig mit einem Wattestäbchen und einer antiseptischen Lösung (wie von Ihrem Arzt empfohlen).
- Verwenden Sie bei Spannungsgefühlen oder trockener Haut eine feuchtigkeitsspendende Lippenpflege.
Ernährung
- Eine gesunde und vitalstoffreiche Ernährung unterstützt die Wundheilung.
- Setzen Sie in den ersten Tagen auf weiche oder pürierte Speisen, um unnötigen Druck auf die Oberlippe zu vermeiden.
- Trinken Sie ausreichend Wasser und vermeiden Sie heiße, scharfe oder harte Speisen.
- Verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin, da diese die Heilung verzögern können.
Kühlung
In den ersten 48 Stunden nach der Operation können Sie Schwellungen mit Kühlpacks reduzieren. Wickeln Sie die Kühlpacks in ein Tuch, um direkten Hautkontakt zu vermeiden.
Bewegung und Sport
- Sportliche Aktivitäten, schweres Heben (>5 kg) und Kontakt- oder Mannschaftssportarten sind für mindestens 4–6 Wochen zu vermeiden.
- Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und UV-Bestrahlung auf den behandelten Bereich.
Nachsorge und Kontrolltermine
Kontrolluntersuchungen finden üblicherweise nach 1 Woche, 2 Wochen und nach 6 Wochen statt. Sollten Sie Fragen oder Unsicherheiten haben, können Sie jederzeit einen zusätzlichen Termin vereinbaren.
Schwellungen, Hämatome und Schmerzen
- Leichte Schwellungen, Hämatome oder Spannungsgefühle in der Oberlippe sind normal und können bis zu 2 Wochen anhalten.
- Das finale Ergebnis zeigt sich nach vollständigem Abschwellen, was bis zu 3–6 Monate dauern kann.
Narbenpflege
- Die Narbe verläuft diskret unterhalb der Nase. Nach dem Fadenzug (ca. 7–10 Tage nach OP) sollten Sie die Narbe regelmäßig mit z. B. Bepanthen-Salbe pflegen und massieren, um die Heilung zu fördern.
- Vermeiden Sie im ersten Jahr direkte Sonneneinstrahlung auf den Narbenbereich und nutzen Sie einen Sonnenschutz mit LSF 50+.
Empfindungen und Heilungsverlauf
- Ein vorübergehendes Spannungsgefühl oder leichte Taubheit in der Oberlippe ist normal und bessert sich mit der Zeit.
- Vermeiden Sie exzessive Mimik in den ersten 1–2 Wochen, um die Wundheilung zu fördern.
Korrekte Narbenpflege nach operativen Eingriffen
Die Bildung von Narben nach Verletzungen oder Operationen lässt sich nicht immer vermeiden; auch in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie können – besonders bei größerer Schnittführung – mehr oder weniger auffällige Narben auf der Haut zurückbleiben. Dabei verläuft die Narbenbildung von Patient:in zu Patient:in unterschiedlich. Doch auch hier ist es möglich, mithilfe der richtigen Narbenpflege deren späteres Erscheinungsbild zu begünstigen.
Bei der Narbenbildung nach einer Operation handelt es sich um eine natürliche Reaktion des Körpers zur Abwehr von Krankheitserregern. Die Narbenheilung stellt einen oftmals langwierigen Prozess dar, der je nach Ausmaß der Narben durch ein teils sehr auffälliges Erscheinungsbild für zahlreiche Patientinnen und Patienten zur emotionalen Belastung werden kann. Mit der korrekten Narbenpflege lässt sich der Heilprozess positiv beeinflussen.
Wie ist der Ablauf einer Narbenbildung nach OP?
Die Bildung einer Narbe nach einem chirurgischen Eingriff entsteht durch die OP-Wunde und somit durch die Verletzung, welche bis in die tieferen Hautschichten reicht. Die Narbenentstehung erfolgt nach der Entzündungs- und Reparaturphase und stellt einen Teilprozess der Wundheilung dar.
Die Entzündungsphase dient dem Ausspülen von Fremdkörpern mittels Blutung aus der Wunde. Anschließend kommt es zur Blutgerinnung und zum Verschluss der Wunde durch Schorfbildung. Während der Reparaturphase werden neue Hautzellen gebildet und die Wunde wird verschlossen. Folglich entsteht eine Narbe.
Mit täglicher Pflege zur optimalen Ausheilung
Es kann bis zu zwei Jahre dauern, bis der Prozess der Narbenheilung abgeschlossen ist. Dabei verläuft die Narbenbildung von Patient:in zu Patient:in unterschiedlich. Mithilfe der richtigen Narbenpflege ist es möglich, das spätere Erscheinungsbild der Haut zu begünstigen und somit zu einer optimalen Narbenheilung beizutragen.
Durch die tägliche Narbenpflege können Sie dafür sorgen, dass sich die Narbe kaum noch von der umliegenden Hautfarbe abhebt. Ebenso kann der Heilungsprozess deutlich beschleunigt werden. Grundsätzlich gilt jedoch nach erfolgter Operation zunächst: Gehen Sie es gelassen an und gönnen der noch frischen Wundnaht möglichst viel Ruhe.
Erst nach ausdrücklicher Anweisung des Chirurgen bzw. der Chirurgin sollte mit der ersten Pflege begonnen werden. Bei konsequenter Pflege kann auf diese Weise der Bildung von auffälligen und verhärteten Narben im Laufe der folgenden Wochen und Monate optimal vorgebeugt werden.
Welche Wirkstoffe eignen sich zur Narbenpflege?
Zu den gängigen Wirkstoffen, die sich für die Narbenpflege eignen, zählen:
- Allantoin zur Linderung von Reizungen und zur Entzündungshemmung,
- Campher zur Verbesserung der Durchblutung und zur Desinfektion,
- Dexpanthenol zur Anregung der Zellerneuerung,
- Heparin zur Entzündungshemmung und Durchblutungsförderung
- Harnstoff zur Feuchtigkeitsversorgung und
- Silikon zur Hemmung übermäßiger Kollagenbildung.
No-Go’s nach der OP – vermeiden Sie unschöne Narbenbildung
Ein häufiger Fehler, den Patient:innen begehen, ist, sich nach dem Eingriff zu früh wieder körperlich zu beanspruchen. Selbst wenn sich die Wunde bereits geschlossen hat, ist die frische Narbe noch anfällig – starke Bewegung, zum Beispiel Sport oder Druck auf den operierten Bereich, können zur Dehnung oder schlimmstenfalls zu einem Aufbrechen der Narbe führen. Daher ist in den ersten Wochen unbedingt auf übermäßige Bewegung und das Heben schwerer Lasten zu verzichten.
Aber auch Sonnenlicht hat einen negativen Einfluss auf das Narbengewebe. Um eine dunkle Verfärbung zu verhindern, sollte bis zu einem Jahr nach dem Eingriff starke UV-Strahlung gemieden werden. Empfehlenswert ist zudem die Verwendung von Sonnenschutz mit LSF 50 oder mehr.
Des Weiteren ist es sinnvoll, die Kollagenbildung zu unterstützen. Dies gelingt mit einer ausreichenden Vitamin-E-Versorgung, genügend Flüssigkeit und viel Eiweiß auf dem Speiseplan. Auf Alkohol und Nikotin verzichten Sie bestenfalls, denn durch den Konsum wird der Haut Feuchtigkeit entzogen. Die Regeneration verläuft langsamer und es wird wahrscheinlicher, dass es zu ausgeprägten Narben kommt.
Das Risiko für Komplikationen und unschöne Narbenbildung besteht auch bei sorgfältiger Pflege, ist jedoch deutlich vermindert. Selbstverständlich beraten wir Sie ausführlich zur korrekten Narbenpflege und bereiten Sie gern sorgfältig auf die Nachbehandlung vor.
OP-Narben richtig behandeln – Tipps zur Narbenpflege
Bei der Pflege von OP-Narben ist das richtige Vorgehen besonders wichtig, um die Narbenheilung nach der OP positiv zu beeinflussen. Es gilt somit, entsprechende Produkte und Behandlungen richtig anzuwenden.
Grundsätzlich gilt: Wundheilsalben sollten zuerst aufgetragen werden. Diese halten die Haut geschmeidig. Mit der Behandlung mit speziellen Narbenpflegemitteln sollten Sie erst nach einer Woche beginnen. Diese sind zweimal am Tag aufzutragen. Insgesamt empfiehlt sich eine Behandlungsdauer von 3 bis 6 Monaten.
Kompressionsverbände
Das Anlegen von Kompressionsverbänden kann sich insbesondere während der ersten Zeit nach der OP günstig auf den Heilungsverlauf auswirken. Durch den therapeutischen Druck, der auf den Narbenbereich ausgeübt wird, lässt sich ein übermäßiger Bindegewebsumbau verhindern. Das Narbengewebe wird blasser und weicher und die Dicke der Narbe verringert sich.
Salben und Cremes gegen Narben
Als besonders hilfreich erweist sich die tägliche Behandlung der Narbe mit fetthaltigen Cremes oder auch parfümfreie Körperlotionen. In der Apotheke erhalten Sie darüber hinaus auch spezielle Narbensalben.
Silikongele
Ebenso empfehlenswert sind silikonhaltige Gele. Sie verhindern das Austrocknen der Narbe und somit auch Spannungsgefühle, Rötungen bis hin zu Wucherungen. Durch den Silikonanteil in solchen Gels wird die Haut mit einem Schutzgel versehen. Entzündungen hingegen kann vorgebeugt werden.
Narbendruckmassage
Auch die sogenannte Narbendruckmassage hat nachweislich einen positiven Effekt auf die Narbenbildung. Hier gilt es jedoch, bei noch frischer Narbe keinen zu hohen Druck auszuüben und die Narbenmassage ebenfalls erst nach ausdrücklicher ärztlicher Anweisung zu beginnen.
Ist bei Ihnen eine Narbe bereits stark ausgeprägt, die Sie als störend empfinden? Wir können Sie gerne zu effektiven Narbenbehandlungen beraten. Kommen Sie auf uns zu.