Schönheitsklinik 2.0 - Darmstadt & Frankfurt
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Patienteninformation Liposuktion

Liebe Patientin, lieber Patient,

die nachfolgenden Informationen sollen Ihnen als Leitfaden für die Zeit nach Ihrer Liposuktion dienen. Sollten Sie trotzdem noch Fragen/Anliegen haben, können Sie sich jederzeit mit unseren Customer Care Consultants in Verbindung (+49 6151 274 92 51) setzen.

Wir wünschen Ihnen eine gute Genesung.

Ihr aegz. Team

Genesung: Bewegung und Vorsorge

Eine Liposuktion ist ein operativer Eingriff an Ihrem Körper, d.h. Sie sollten in den ersten Tagen Ihrem Körper die Ruhe geben, die er benötigt, um die Heilung voranzubringen. Legen Sie sich bitte nicht den ganzen Tag ins Bett oder auf die Couch. Stehen Sie immer wieder auf und laufen Sie ein paar Schritte. Grundsätzlich gilt: Versuchen Sie eine gesunde Balance zwischen Bewegung und Ausruhen zu finden. Spaziergänge sollten auf 20min pro Tag in der ersten Woche begrenzt werden. Langes Gehen oder Stehen am Stück sollte vermieden werden. Lieber immer wieder aufstehen, etwas laufen, dann wieder ruhen. Bitte applizieren Sie 1x pro Tag die Thrombosespitze (bitte nicht im abgesaugten Areal anwenden), bis die mitgegebene Menge an Thrombosespritzen aufgebraucht ist.

Heilungsphasen: Schwellung und Schmerzmanagement

Sie müssen damit rechnen, dass sowohl die Schwellung sowie die Hämatome als auch die Schmerzen erst mit ein paar Tagen Verzögerung eintreten. Bitte nehmen Sie in der ersten Woche die Schmerzmittel konsequent ein. Es ist normal, dass die Schwellung mehrere Wochen anhalten kann. Dies kann z.B. an den Beinen mit einem starken Spannungs-, Druck- und Schweregefühl einhergehen. In der Regel setzt ab der 3. Woche nach OP der Abschwellvorgang ein und die Schwellung sollte sukzessive zurückgehen. Auch tastbare Verhärtungen im Unterhautfettgewebe sind nach einer Liposuktion normal und können mehrere Monate bestehen bleiben.

Unterstützung der Abschwellung

Sollte sich eine ausgeprägte Schwellneigung entwickeln, können Sie sich in der Apotheke pflanzliche Mittel wie Bromelain (Wobenzym) oder Traumeel in Tablettenform holen. Diese Mittel können den Abschwellvorgang unterstützend beschleunigen. Arnika als Globuli zum Einnehmen oder als Salbe helfen auch bei der Behandlung der Hämatome. 

Wichtig: Bromelain sollte nicht bei Allergien gegenüber Ananas, Kiwi, Melone oder Papaya eingenommen werden.

Kompression und Tragehinweise

Grundsätzlich können (Rest-)Schwellungen und Verhärtungen nach Liposuktion bis zu 12 Monate nach der OP anhalten.

Um ein zügiges und optimales Abschwellen zu gewährleisten, sollten Sie die Kompressionskleidung 24 Stunden am Tag in der Regel für 6 Wochen tragen. Natürlich dürfen Sie die Kompressionskleidung zum Duschen ausziehen, im Anschluss sollten Sie diese bitte sofort wieder anziehen. Wenn Sie ein zweites Paar Kompressionskleidung wünschen, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Customer Care Consultant in Verbindung. Wenn Sie das Gefühl haben, die Kompressionskleidung sitzt zu fest oder zu locker, setzen Sie sich bitte auch mit Ihrem Customer Care Consultant in Verbindung. Nach ärztlicher Rücksprache kann manchmal der Umstieg auf eine kleinere oder größere Konfektionsgröße notwendig sein.

Duschen und Wundschutz nach der OP

Duschen ist ab dem 3. Tag nach OP möglich. Seien Sie die ersten Male bitte wachsam und haben Sie ggf. eine weitere Person in der Nähe. Es ist nicht untypisch, dass bei den ersten Malen, wenn man die Kompressionskleidung zum Duschen ablegt, Kreislaufprobleme auftreten können. Lassen Sie sich Zeit, duschen Sie bitte nicht zu heiß und nicht zu lange. Die Pflasterstreifen entfernen Sie beim Duschen bitte nicht. Duschen Sie einfach mit den Pflasterstreifen und ziehen dann Ihre Kompressionskleidung wieder an. Sollten sich vereinzelt Pflasterstreifen lösen, so können Sie mit den mitgegebenen Pflasterstreifen die Wunde neu bedecken. Grundsätzlich ist aber kein Pflasterwechsel durch Sie notwendig.

Beobachtung der Wundheilung

Es ist nicht unüblich, dass sich über die kleinen Hautwunden auch noch Tage nach der OP etwas Flüssigkeit entleert. Sollte es sich jedoch um sehr viel Blut oder trübes/eitriges Sekret handeln, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Customer Care Consultant in Verbindung. Gleiches gilt, wenn die Hautwunden stark gerötet, schmerzhaft und/oder überwärmt imponieren.

Umgang mit Kreislaufbeschwerden und Hautveränderungen

Des Weiteren kann es sein, dass Ihr Körper nach einer Liposuktion mit mehr oder weniger starken Kreislaufproblemen (Schwindel, Ohnmacht, Übelkeit, Herzrasen) reagiert. Versuchen Sie zunächst viel zu trinken (Wasser/Tee/ungesüßte Säfte). Essen Sie ausgewogen und gesund und ruhen Sie sich aus. Sollten sich die Beschwerden in den ersten Tagen nicht verbessern, nehmen Sie bitte Kontakt mit Customer Care Consultant auf. Bei wiederholten Ohnmachtsanfällen lassen Sie sich bitte unverzüglich in die nächste Notaufnahme bringen. In der ersten Zeit nach Liposuktion kann die Haut ggf. „schrumpelig“ oder uneben wirken. Die Haut braucht bis zu 12 Monate, um sich weitestmöglich zurückzuziehen und zu straffen.

Sensibilität und Nervenregeneration

Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich die Haut in den ersten Monaten bei Berührung „pelzig“ bzw. „fremd“ anfühlt. Die kleinen Hautnerven werden sich im Verlauf erholen.

 

Kontrolltermine und Nachsorge

Eine erste Wundkontrolle führe ich in der Regel eine Woche und den Fadenzug zwei Wochen nach der OP durch. Nach dem Fadenzug und bei reizlosen Wunden können Sie gerne die Haut und Narben durch Eincremen pflegen. Sechs Wochen nach der OP findet eine erneute Befundkontrolle statt, in der dann auch festgelegt wird, ob die Kompressionskleidung abgelegt werden kann. Weitere Kontrollen werden in der Regel 6 und 12 Monate nach der OP stattfinden.

Natürlich ist es Ihnen möglich, sich auch zwischen diesen Terminen bei Fragen oder Unsicherheit vor Ort vorzustellen. Hierfür nehmen Sie dann bitte Kontakt mit Ihrem Customer Care Consultant auf. Dieser wird dann gemeinsam mit Ihnen einen passenden Termin finden.

Korrekte Narbenpflege nach operativen Eingriffen

Die Bildung von Narben nach Verletzungen oder Operationen lässt sich nicht immer vermeiden; auch in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie können – besonders bei größerer Schnittführung – mehr oder weniger auffällige Narben auf der Haut zurückbleiben. Dabei verläuft die Narbenbildung von Patient:in zu Patient:in unterschiedlich. Doch auch hier ist es möglich, mithilfe der richtigen Narbenpflege deren späteres Erscheinungsbild zu begünstigen.

Bei der Narbenbildung nach einer Operation handelt es sich um eine natürliche Reaktion des Körpers zur Abwehr von Krankheitserregern. Die Narbenheilung stellt einen oftmals langwierigen Prozess dar, der je nach Ausmaß der Narben durch ein teils sehr auffälliges Erscheinungsbild für zahlreiche Patientinnen und Patienten zur emotionalen Belastung werden kann. Mit der korrekten Narbenpflege lässt sich der Heilprozess positiv beeinflussen.

Wie ist der Ablauf einer Narbenbildung nach OP?

Die Bildung einer Narbe nach einem chirurgischen Eingriff entsteht durch die OP-Wunde und somit durch die Verletzung, welche bis in die tieferen Hautschichten reicht. Die Narbenentstehung erfolgt nach der Entzündungs- und Reparaturphase und stellt einen Teilprozess der Wundheilung dar.

Die Entzündungsphase dient dem Ausspülen von Fremdkörpern mittels Blutung aus der Wunde. Anschließend kommt es zur Blutgerinnung und zum Verschluss der Wunde durch Schorfbildung. Während der Reparaturphase werden neue Hautzellen gebildet und die Wunde wird verschlossen. Folglich entsteht eine Narbe.

Mit täglicher Pflege zur optimalen Ausheilung

Es kann bis zu zwei Jahre dauern, bis der Prozess der Narbenheilung abgeschlossen ist. Dabei verläuft die Narbenbildung von Patient:in zu Patient:in unterschiedlich. Mithilfe der richtigen Narbenpflege ist es möglich, das spätere Erscheinungsbild der Haut zu begünstigen und somit zu einer optimalen Narbenheilung beizutragen.

Durch die tägliche Narbenpflege können Sie dafür sorgen, dass sich die Narbe kaum noch von der umliegenden Hautfarbe abhebt. Ebenso kann der Heilungsprozess deutlich beschleunigt werden. Grundsätzlich gilt jedoch nach erfolgter Operation zunächst: Gehen Sie es gelassen an und gönnen der noch frischen Wundnaht möglichst viel Ruhe.

Erst nach ausdrücklicher Anweisung des Chirurgen bzw. der Chirurgin sollte mit der ersten Pflege begonnen werden. Bei konsequenter Pflege kann auf diese Weise der Bildung von auffälligen und verhärteten Narben im Laufe der folgenden Wochen und Monate optimal vorgebeugt werden.

Welche Wirkstoffe eignen sich zur Narbenpflege?

Zu den gängigen Wirkstoffen, die sich für die Narbenpflege eignen, zählen:

  • Allantoin zur Linderung von Reizungen und zur Entzündungshemmung,
  • Campher zur Verbesserung der Durchblutung und zur Desinfektion,
  • Dexpanthenol zur Anregung der Zellerneuerung,
  • Heparin zur Entzündungshemmung und Durchblutungsförderung
  • Harnstoff zur Feuchtigkeitsversorgung und
  • Silikon zur Hemmung übermäßiger Kollagenbildung.
No-Go’s nach der OP – vermeiden Sie unschöne Narbenbildung

Ein häufiger Fehler, den Patient:innen begehen, ist, sich nach dem Eingriff zu früh wieder körperlich zu beanspruchen. Selbst wenn sich die Wunde bereits geschlossen hat, ist die frische Narbe noch anfällig – starke Bewegung, zum Beispiel Sport oder Druck auf den operierten Bereich, können zur Dehnung oder schlimmstenfalls zu einem Aufbrechen der Narbe führen. Daher ist in den ersten Wochen unbedingt auf übermäßige Bewegung und das Heben schwerer Lasten zu verzichten.

Aber auch Sonnenlicht hat einen negativen Einfluss auf das Narbengewebe. Um eine dunkle Verfärbung zu verhindern, sollte bis zu einem Jahr nach dem Eingriff starke UV-Strahlung gemieden werden. Empfehlenswert ist zudem die Verwendung von Sonnenschutz mit LSF 50 oder mehr.

Des Weiteren ist es sinnvoll, die Kollagenbildung zu unterstützen. Dies gelingt mit einer ausreichenden Vitamin-E-Versorgung, genügend Flüssigkeit und viel Eiweiß auf dem Speiseplan. Auf Alkohol und Nikotin verzichten Sie bestenfalls, denn durch den Konsum wird der Haut Feuchtigkeit entzogen. Die Regeneration verläuft langsamer und es wird wahrscheinlicher, dass es zu ausgeprägten Narben kommt.

Das Risiko für Komplikationen und unschöne Narbenbildung besteht auch bei sorgfältiger Pflege, ist jedoch deutlich vermindert. Selbstverständlich beraten wir Sie ausführlich zur korrekten Narbenpflege und bereiten Sie gern sorgfältig auf die Nachbehandlung vor.

OP-Narben richtig behandeln – Tipps zur Narbenpflege

Bei der Pflege von OP-Narben ist das richtige Vorgehen besonders wichtig, um die Narbenheilung nach der OP positiv zu beeinflussen. Es gilt somit, entsprechende Produkte und Behandlungen richtig anzuwenden.

Grundsätzlich gilt: Wundheilsalben sollten zuerst aufgetragen werden. Diese halten die Haut geschmeidig. Mit der Behandlung mit speziellen Narbenpflegemitteln sollten Sie erst nach einer Woche beginnen. Diese sind zweimal am Tag aufzutragen. Insgesamt empfiehlt sich eine Behandlungsdauer von 3 bis 6 Monaten.

Kompressionsverbände

Das Anlegen von Kompressionsverbänden kann sich insbesondere während der ersten Zeit nach der OP günstig auf den Heilungsverlauf auswirken. Durch den therapeutischen Druck, der auf den Narbenbereich ausgeübt wird, lässt sich ein übermäßiger Bindegewebsumbau verhindern. Das Narbengewebe wird blasser und weicher und die Dicke der Narbe verringert sich.

Salben und Cremes gegen Narben

Als besonders hilfreich erweist sich die tägliche Behandlung der Narbe mit fetthaltigen Cremes oder auch parfümfreie Körperlotionen. In der Apotheke erhalten Sie darüber hinaus auch spezielle Narbensalben.

Silikongele

Ebenso empfehlenswert sind silikonhaltige Gele. Sie verhindern das Austrocknen der Narbe und somit auch Spannungsgefühle, Rötungen bis hin zu Wucherungen. Durch den Silikonanteil in solchen Gels wird die Haut mit einem Schutzgel versehen. Entzündungen hingegen kann vorgebeugt werden.

Narbendruckmassage

Auch die sogenannte Narbendruckmassage hat nachweislich einen positiven Effekt auf die Narbenbildung. Hier gilt es jedoch, bei noch frischer Narbe keinen zu hohen Druck auszuüben und die Narbenmassage ebenfalls erst nach ausdrücklicher ärztlicher Anweisung zu beginnen.

Ist bei Ihnen eine Narbe bereits stark ausgeprägt, die Sie als störend empfinden? Wir können Sie gerne zu effektiven Narbenbehandlungen beraten. Kommen Sie auf uns zu.